Begriffe wie Spionage, NSA & Co. sind seit einigen Monaten vor allem dank der Enthüllungen des US-amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden in aller Munde. Die sogenannte Globale Überwachungs- und Spionageaffäre scheint uns irgendwie alle zu betreffen: Überall, in nahezu jeder Lebenssituation scheinen wir mit der Problematik der Sicherheit – oder vielmehr Unsicherheit – unserer persönlichen Daten konfrontiert zu sein.

Doch was ergibt sich aus dieser Erkenntnis für unseren Alltag? Wie können wir unser neu erworbenes Wissen um die Enthüllungen der Möglichkeiten der digitalen Überwachung in unseren (digitalen) Alltag integrieren? Können wir überhaupt etwas gegen eine Überwachungsmaschinerie à la NSA & Co. ausrichten?

Die wenigsten können sich diese Fragen leicht beantworten. Viele resignieren und sagen schließlich: „Ich habe doch nichts zu verbergen“. Anderen wiederum erscheint es zu kompliziert und zeitraubend, sich mit der Materie der Möglichkeiten bspw. der Datenverschlüsselung auseinanderzusetzen. Einige sehen es sogar als einzigen Ausweg, sich vollkommen zu „entdigitalisieren“ und holen ihr altes Wählscheibentelefon aus dem Keller.

Der erste CryptoSwap Sachsen-Anhalt will die oben gestellten Fragen aufgreifen und Möglichkeiten des Umgangs mit den neuen und leider oft negativen Entwicklungen im digitalen Zeitalter fernab der gesellschaftlichen und persönlichen Resignation aufzeigen und diskutieren.

Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und Ihre Kooperationspartner wollen das Thema entsprechend in den drei Dimensionen Politik, Kultur und Technik beleuchten. Der Erste CryptoSwap unter dem Motto „Gardinen zu im Internet?“ soll also allen interessierten Bürgerinnen und Bürgen offen stehen, um sich über Netzpolitik, kulturelle und soziale Auswirkungen einer mögliche gewordenen digitalen Überwachungsgesellschaft und die Möglichkeiten des technischen “Selbstschutzes” zu informieren und auszutauschen.

Das Bürgerforum für Netzpolitik und Datenschutz ist dementsprechend keine Fachkonferenz. Sie will jede und jeden erreichen, denn alle sind Akteure in unserer digitalen Welt.

Am Freitag, den 25. April 2014 wird sich vor allem politisch und kulturell mit dem Thema Datenschutz und Netzpolitik auseinandergesetzt. Die Teilnahme an diesem Tag ist kostenlos. Am zweiten Tag, Samstag, den 26. April 2014 geht es schließlich in die Praxis. Vorträge und Workshops, die sogenannten Swaps, gehen ins Detail. Die Teilnahmegebühr an diesem Tag beträgt 10 Euro oder 5 Euro ermäßigt für RentnerInnen, StudentInnen und SchülerInnen. Snacks und Getränke inklusive. Nähere Infos unter dem Menüpunkt Programm.